Das Gefühl beim Reisen wird von vielen Kleinigkeiten bestimmt und hat sich im Verlauf meiner Reise immer wieder schleichend geändert. In Peru und auch im Norden Chiles wurde ich von jüngeren Männern und Frauen jeden Alters mit dem weichen „Baba“ angesprochen. Es sagt auch etwas über das Angenommen-sein durch diese herzlichen Leute aus.

In Argentinien überwog das „Cavalliero“. In einem Land, wo wirklich viel geritten wird, mancherorts sich die Jugend zu Pferde trifft, anstatt auf dem Moped, wo in den Städtchen es öffentliche „Playas de Cavallo“ – bewachte Pferdeparkplätze gibt, auch eine Form der Integration. Und für mich als Radl-Reiter irgendwie sehr passend.

Im Süden Chiles, herrscht das korrekte und irgendwie distanziertere „Señor“ vor. Auch sehr passend. Das heißt nicht, dass ich nicht wahrgenommen würde oder die Chilenen keine Herzlichkeit kennen würden. Oft werde ich gewarnt vor Gefahren durch Menschen, vor Dieben, Räubern gar oder im Norden der Provinz Araukanien und der ganzen Provinz Arauco vor den Mapuche, den Indigenen, die „ihr Land zurück“ haben wollen. Davon handelt das nächste Kapitel.

Sehr oft wurde ich überall auch mit „amigo“ angesprochen. Das hat mich anfangs irritiert. Am Ende passt es dazu, dass die Südamerikaner sehr schnell vertraulich werden und sich mit einer Umarmung verabschieden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: