Vicuña-Route

Eine alte Radbekanntschaft, Cass Gilbert, mit dem ich 2007 im Süden Chinas für ein paar Tage zusammengeschlossen hatte, bis ihm in Laos sein Hinterrad regelrecht explodiert ist, hat auf bikepacking.com eine Route durch die chilenischen Nationalparks nach Süden beschrieben. Obwohl man Vicuñas hier allenthalben sieht, heißt diese Route nach einem der Nationalparks, die sie durchquert, dem Vicuña Nationalpark.

Sieht man Autos wie ein Wildtier als schnell fahrende Spezies, die man getrost ignorieren kann, bin ich an den vier Tagen von Putre bis zum Grenzübergang Colchane nach Bolivien gerade mal drei Leuten begegnet:  Alberto&Julia im abgeschiedenen Rio Lauca Tal am zweiten Tag und am vierten, schon nahe der Grenze, einem Badegast in der Thermalquelle von Enquelga.

Lange dacht ich drüber nach: Cass war von Locals (wo er die wohl aufgetrieben hat?) intensiv gewarnt worden, am Ostufer des Salars über einen nur wenig höher gelegenen Pass (4500m) durch Bolivien abzukürzen. Es sei eine Schmugglerroute und die seien zu allem fähig. Ich überlegte – nach langen Schiebepassagen entlang des Salares de Surire – ob ich nicht das Leiden abkürzten sollte, mimdestens 20km und 300 zusätzliche Höhenmeter sparen sollte.

Da kam plötzlich ein Konvoi von 7 LKWs von der bolivianischen Grenze herunter und staubte mich ein. Ich sah dies als Zeichen: Wenn sogar die Camiones sich zu Konvois zusammentun, könnte was dran sein an der Gefahr. Und ich bin allein, sowieso als Radler ganz anders exponiert…. Dazu brauchte ich Wassernachschub….

Ich nahm den weiten Weg außenrum in Kauf.

Einfahrt in ein herrliches Tal

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